Masters of the Universe kehrt mit einem neuen Live-Action-Film auf die große Leinwand zurück, doch die ersten Kritiken fallen nicht eindeutig aus. Während einige Reviews den neuen He-Man-Film als überraschend unterhaltsames, buntes Fantasy-Abenteuer feiern, sehen andere darin einen überladenen Nostalgie-Blockbuster, der zwischen Ernsthaftigkeit, Parodie und Franchise-Aufbau schwankt. Der Film von Travis Knight startet am 5. Juni 2026 in den Kinos und setzt auf Nicholas Galitzine als Adam/He-Man, Jared Leto als Skeletor, Camila Mendes als Teela und Idris Elba als Man-At-Arms.
Was Ist Passiert?
Die ersten Kritiken zu Masters of the Universe sind da und zeigen ein gespaltenes Bild.
Laut The Hollywood Reporter loben einige Kritiker den Film für seinen Humor, seine Action und seine Bereitschaft, die alberne Seite der He-Man-Vorlage nicht zu verstecken. Besonders positiv wird hervorgehoben, dass Travis Knight offenbar verstanden hat, dass Masters of the Universe nicht zu ernst funktionieren kann. Der Film versucht, das Cartoonhafte, Übertriebene und leicht Absurde der Vorlage bewusst in ein modernes Fantasy-Abenteuer zu übersetzen.
Auf der anderen Seite gibt es deutliche Kritik. Die Guardian-Kritik beschreibt den Film als schwachen Big-Budget-Versuch, der seine eigene Identität nicht findet. Auch die Associated Press sieht Probleme bei Ton, Laufzeit und Figurenentwicklung. Der Film wolle offenbar gleichzeitig nostalgisch, ironisch, modern und emotional sein, verliere dabei aber an Fokus.
Diese Mischung spiegelt sich auch in den Bewertungsplattformen wider. Metacritic führt den Film aktuell mit einem Score im Bereich „Mixed or Average“, während Rotten Tomatoes die ersten Reaktionen als besser als erwartet einordnet. Das bedeutet: Masters of the Universe ist kein klarer Kritikerliebling, aber auch kein vollständiger Reinfall.

Warum Der Film Die Kritik Spaltet
Masters of the Universe funktioniert offenbar vor allem dann, wenn man He-Man bereits mag.
Viele positive Stimmen betonen, dass der Film seine Herkunft aus Spielzeug, Cartoon und 80er-Jahre-Popkultur nicht versteckt. Die New York Post beschreibt den Film als campiges, leichtes Sommerabenteuer, das seine albernen Wurzeln akzeptiert. Genau das scheint für Fans ein großer Pluspunkt zu sein: Castle Grayskull, Skeletor, Teela, Battle-Cat-Atmosphäre und die übergroße Fantasy-Welt sollen bewusst bunt und verspielt wirken.
Kotaku fasst die Lage ähnlich zusammen: Wer He-Man liebt, dürfte mit dem Film deutlich mehr anfangen können als jemand, der keine emotionale Verbindung zur Marke hat. Die positiven Reviews loben Humor, Action und Lore-Treue. Die negativen Reviews kritisieren teilweise genau dieselben Punkte, weil ihnen der Humor zu bemüht und die Fanservice-Momente zu erklärungsbedürftig wirken.
- Film: Masters of the Universe
- Regie: Travis Knight
- Studio: Amazon MGM Studios / Mattel Studios
- Hauptrolle: Nicholas Galitzine als Adam / He-Man
- Schurke: Jared Leto als Skeletor
- Weitere Rollen: Camila Mendes, Idris Elba, Alison Brie, Morena Baccarin
- Kinostart: 5. Juni 2026
- Stimmung der Kritiken: gemischt bis vorsichtig positiv
Ein häufig genannter Vergleich ist Dungeons & Dragons: Honor Among Thieves. Auch Masters of the Universe scheint eher auf lockere Abenteuerenergie zu setzen als auf düstere Fantasy. Für manche Kritiker ist das genau der richtige Weg. Für andere bleibt der Film dadurch zu sehr zwischen Selbstironie und echter Dramaturgie hängen.
Jared Leto Als Skeletor Überrascht Einige Kritiker
Eine der größeren Überraschungen in den Reviews ist die Reaktion auf Jared Leto.
Vorab war Letos Besetzung als Skeletor umstritten. Viele Fans reagierten skeptisch, weil der Schauspieler in den vergangenen Jahren mit einigen kontroversen Rollen und Auftritten verbunden war. In mehreren Kritiken wird seine Performance nun aber als deutlich unterhaltsamer beschrieben als erwartet. Offenbar lehnt sich Leto stark in die übertriebene, theatrale Seite der Figur hinein.
Das passt zu einem Film, der ohnehin nicht versucht, Skeletor als nüchternen Realismus-Schurken zu verkaufen. Die Figur ist seit jeher ein übergroßer Fantasy-Bösewicht mit Totenschädel-Gesicht, dramatischen Monologen und viel Comic-Energie. Wenn Leto diese Camp-Seite tatsächlich trägt, könnte Skeletor für viele Zuschauer einer der stärkeren Punkte des Films werden.
Trotzdem sind nicht alle überzeugt. Einige Kritiker empfinden die Bösewichtseite als zu laut oder zu ungleichmäßig. Auch hier zeigt sich wieder das Grundproblem des Films: Was für Fans als charmant überdreht funktioniert, kann für andere schnell wie ein Tonproblem wirken.

Die Größten Kritikpunkte
Die negativen Stimmen konzentrieren sich vor allem auf Laufzeit, Ton und Storystruktur.
AP kritisiert unter anderem, dass der Film mit seiner Laufzeit von rund 142 Minuten zu aufgebläht wirkt. Die Geschichte rund um Adam, seine Herkunft, seine Rückkehr nach Eternia und den Kampf gegen Skeletor folgt bekannten Blockbuster-Mustern. Das muss nicht automatisch schlecht sein, aber mehrere Reviews bemängeln, dass der Film zu viele Ideen gleichzeitig unterbringen will.
Auch der Versuch, moderne Sensibilität mit 80er-Jahre-Macho-Fantasy zu verbinden, scheint nicht überall sauber zu funktionieren. Manche Kritiker sehen darin eine interessante Aktualisierung, andere empfinden den Film als unsicher. Er wolle He-Man einerseits entstauben, andererseits aber möglichst viele Nostalgie-Erwartungen erfüllen.
Der Guardian sieht den Film deshalb als Beispiel für ein Franchise, das nach Relevanz sucht, aber nicht klar genug sagen kann, warum diese Welt heute wieder gebraucht wird. Das ist ein harter Vorwurf, besonders bei einem Film, der offenbar als möglicher Neustart einer größeren Reihe gedacht ist.
Einordnung
Masters of the Universe scheint kein Film für alle zu sein, sondern ein klarer Test für die Kraft alter Marken.
Hollywood setzt seit Jahren auf bekannte IPs, aber nicht jede Nostalgie-Marke funktioniert automatisch im modernen Kino. He-Man ist zwar ikonisch, aber seine Popkultur-Präsenz ist nicht so breit wie bei Marvel, Star Wars oder Transformers. Genau deshalb ist dieser Film spannend: Er muss nicht nur alte Fans abholen, sondern auch neue Zuschauer davon überzeugen, dass Eternia mehr ist als ein Retro-Witz.
Die ersten Kritiken deuten an, dass das teilweise gelingt. Der Film ist offenbar bunter, lustiger und energiegeladener, als viele erwartet hatten. Gleichzeitig scheint er aber nicht stark genug zu sein, um Skeptiker komplett umzustimmen. Das dürfte auch für das Box Office entscheidend werden.

Fazit
Masters of the Universe startet mit gemischten, aber keineswegs vernichtenden Kritiken.
Fans der Vorlage könnten mit Travis Knights Ansatz durchaus Spaß haben. Der Film scheint die Absurdität von He-Man anzunehmen, bietet farbenfrohe Fantasy-Bilder und setzt auf eine bewusst campige Abenteuerstimmung. Besonders Jared Leto als Skeletor wird häufiger als positive Überraschung genannt.
Wer dagegen keine Nostalgie für Masters of the Universe mitbringt, könnte sich schwerer tun. Die Kritikpunkte sind klar: zu lang, tonal unsicher, überladen und nicht immer überzeugend in der Balance zwischen Fanservice und moderner Blockbuster-Erzählung.
Am Ende wirkt Masters of the Universe wie ein Film, der seine Zielgruppe wahrscheinlich findet, aber nicht jeden Kritiker bekehrt. Für He-Man-Fans klingt das nach einem brauchbaren Kinoabend. Für alle anderen bleibt es eher ein neugieriger Blick nach Eternia als ein Pflichttermin.
Häufige Fragen
Wie fallen die Kritiken zu Masters of the Universe aus?
Die Kritiken sind gemischt. Einige Reviews loben Humor, Action und Nostalgie, andere kritisieren Ton, Laufzeit und Story.
Wer spielt He-Man im neuen Film?
Nicholas Galitzine spielt Adam beziehungsweise He-Man.
Wer spielt Skeletor?
Jared Leto übernimmt die Rolle von Skeletor.
Wann startet Masters of the Universe?
Der Film startet am 5. Juni 2026 in den Kinos.
Hervorgehobenes Snippet
Masters of the Universe erhält gemischte Kritiken. Viele Reviews loben den neuen He-Man-Film für Humor, bunte Fantasy-Action und Nostalgie, während andere die lange Laufzeit, den uneinheitlichen Ton und den starken Fanservice kritisieren. Besonders Jared Leto als Skeletor wird in mehreren Besprechungen als überraschend unterhaltsam beschrieben.
Kommentar der Redaktion
Masters of the Universe hatte von Anfang an eine schwierige Aufgabe. He-Man ist ikonisch, aber nicht automatisch modern. Der Film musste also gleichzeitig Fans respektieren, neue Zuschauer abholen und die eigene Albernheit nicht verstecken. Genau diese Gratwanderung scheint Travis Knight zumindest teilweise gelungen zu sein.
Spannend ist, dass die Kritiken weniger über technische Schwächen streiten, sondern über Haltung. Soll He-Man ernst sein? Soll er ironisch sein? Darf er komplett campy bleiben? Der Film entscheidet sich offenbar für alles ein bisschen. Für Fans kann das wunderbar funktionieren, für neutrale Zuschauer aber auch etwas ziellos wirken.
Ich finde gerade diesen Punkt interessant: Vielleicht muss ein Masters-of-the-Universe-Film gar nicht universell funktionieren. Vielleicht reicht es, wenn er die Menschen abholt, die Castle Grayskull, Skeletor und übergroße Fantasy-Action wirklich sehen wollen. Ob das für ein neues Franchise reicht, entscheidet jetzt nicht die Kritik allein, sondern das Publikum.
Quellen
- The Hollywood Reporter: Masters of the Universe Review Roundup
- Rotten Tomatoes: Masters of the Universe First Reviews
- Metacritic: Masters of the Universe Reviews
- Associated Press: Masters of the Universe Review
- The Guardian: Masters of the Universe Review
- Kotaku: Masters of the Universe Reviews
- New York Post: Masters of the Universe Review