Update vom 13. September 2026: Die Bilanz von Masters of the Universe steht inzwischen fest und sie fällt zwiespältig aus. Der Film feierte am 18. Mai 2026 Premiere im TCL Chinese Theatre in Los Angeles und startete am 5. Juni 2026 über Amazon MGM Studios in den US-Kinos. Beim Publikum kam er an – die Rotten-Tomatoes-Zuschauerwertung liegt bei 87 Prozent, gelobt wurden Besetzung, Actionszenen, Effekte und Score. Kommerziell blieb er dagegen deutlich zurück: rund 114 Millionen US-Dollar weltweit bei einem Produktionsbudget von 170 Millionen. Seit dem 22. Juli läuft der Film auf Prime Video, wo er deutlich besser lief. Es spielen unter anderem Nicholas Galitzine als He-Man, Jared Leto als Skeletor und Idris Elba als Man-At-Arms. (Quelle: ScreenRant)
Masters of the Universe kehrt mit einem neuen Live-Action-Film auf die große Leinwand zurück, doch die ersten Kritiken fallen nicht eindeutig aus. Während einige Reviews den neuen He-Man-Film als überraschend unterhaltsames, buntes Fantasy-Abenteuer feiern, sehen andere darin einen überladenen Nostalgie-Blockbuster, der zwischen Ernsthaftigkeit, Parodie und Franchise-Aufbau schwankt. Der Film von Travis Knight startet am 5. Juni 2026 in den Kinos und setzt auf Nicholas Galitzine als Adam/He-Man, Jared Leto als Skeletor, Camila Mendes als Teela und Idris Elba als Man-At-Arms.
Was ist passiert?
Die ersten Kritiken zu Masters of the Universe sind da und zeigen ein gespaltenes Bild.
Laut The Hollywood Reporter loben einige Kritiker den Film für seinen Humor, seine Action und seine Bereitschaft, die alberne Seite der He-Man-Vorlage nicht zu verstecken. Besonders positiv wird hervorgehoben, dass Travis Knight offenbar verstanden hat, dass Masters of the Universe nicht zu ernst funktionieren kann. Der Film versucht, das Cartoonhafte, Übertriebene und leicht Absurde der Vorlage bewusst in ein modernes Fantasy-Abenteuer zu übersetzen.
Auf der anderen Seite gibt es deutliche Kritik. Die Guardian-Kritik beschreibt den Film als schwachen Big-Budget-Versuch, der seine eigene Identität nicht findet. Auch die Associated Press sieht Probleme bei Ton, Laufzeit und Figurenentwicklung. Der Film wolle offenbar gleichzeitig nostalgisch, ironisch, modern und emotional sein, verliere dabei aber an Fokus.
Diese Mischung spiegelt sich auch in den Bewertungsplattformen wider. Metacritic führt den Film aktuell mit einem Score im Bereich „Mixed or Average“, während Rotten Tomatoes die ersten Reaktionen als besser als erwartet einordnet. Das bedeutet: Masters of the Universe ist kein klarer Kritikerliebling, aber auch kein vollständiger Reinfall.

Warum der Film die Kritik spaltet
Masters of the Universe funktioniert offenbar vor allem dann, wenn man He-Man bereits mag.
Viele positive Stimmen betonen, dass der Film seine Herkunft aus Spielzeug, Cartoon und 80er-Jahre-Popkultur nicht versteckt. Die New York Post beschreibt den Film als campiges, leichtes Sommerabenteuer, das seine albernen Wurzeln akzeptiert. Genau das scheint für Fans ein großer Pluspunkt zu sein: Castle Grayskull, Skeletor, Teela, Battle-Cat-Atmosphäre und die übergroße Fantasy-Welt sollen bewusst bunt und verspielt wirken.
Kotaku fasst die Lage ähnlich zusammen: Wer He-Man liebt, dürfte mit dem Film deutlich mehr anfangen können als jemand, der keine emotionale Verbindung zur Marke hat. Die positiven Reviews loben Humor, Action und Lore-Treue. Die negativen Reviews kritisieren teilweise genau dieselben Punkte, weil ihnen der Humor zu bemüht und die Fanservice-Momente zu erklärungsbedürftig wirken.
- Film: Masters of the Universe
- Regie: Travis Knight
- Studio: Amazon MGM Studios / Mattel Studios
- Hauptrolle: Nicholas Galitzine als Adam / He-Man
- Schurke: Jared Leto als Skeletor
- Weitere Rollen: Camila Mendes, Idris Elba, Alison Brie, Morena Baccarin
- Kinostart: 5. Juni 2026
- Stimmung der Kritiken: gemischt bis vorsichtig positiv
Ein häufig genannter Vergleich ist Dungeons & Dragons: Honor Among Thieves. Auch Masters of the Universe scheint eher auf lockere Abenteuerenergie zu setzen als auf düstere Fantasy. Für manche Kritiker ist das genau der richtige Weg. Für andere bleibt der Film dadurch zu sehr zwischen Selbstironie und echter Dramaturgie hängen.
Jared Leto als Skeletor überrascht Einige Kritiker
Eine der größeren Überraschungen in den Reviews ist die Reaktion auf Jared Leto.
Vorab war Letos Besetzung als Skeletor umstritten. Viele Fans reagierten skeptisch, weil der Schauspieler in den vergangenen Jahren mit einigen kontroversen Rollen und Auftritten verbunden war. In mehreren Kritiken wird seine Performance nun aber als deutlich unterhaltsamer beschrieben als erwartet. Offenbar lehnt sich Leto stark in die übertriebene, theatrale Seite der Figur hinein.
Das passt zu einem Film, der ohnehin nicht versucht, Skeletor als nüchternen Realismus-Schurken zu verkaufen. Die Figur ist seit jeher ein übergroßer Fantasy-Bösewicht mit Totenschädel-Gesicht, dramatischen Monologen und viel Comic-Energie. Wenn Leto diese Camp-Seite tatsächlich trägt, könnte Skeletor für viele Zuschauer einer der stärkeren Punkte des Films werden.
Trotzdem sind nicht alle überzeugt. Einige Kritiker empfinden die Bösewichtseite als zu laut oder zu ungleichmäßig. Auch hier zeigt sich wieder das Grundproblem des Films: Was für Fans als charmant überdreht funktioniert, kann für andere schnell wie ein Tonproblem wirken.

Die größten Kritikpunkte
Die negativen Stimmen konzentrieren sich vor allem auf Laufzeit, Ton und Storystruktur.
AP kritisiert unter anderem, dass der Film mit seiner Laufzeit von rund 142 Minuten zu aufgebläht wirkt. Die Geschichte rund um Adam, seine Herkunft, seine Rückkehr nach Eternia und den Kampf gegen Skeletor folgt bekannten Blockbuster-Mustern. Das muss nicht automatisch schlecht sein, aber mehrere Reviews bemängeln, dass der Film zu viele Ideen gleichzeitig unterbringen will.
Auch der Versuch, moderne Sensibilität mit 80er-Jahre-Macho-Fantasy zu verbinden, scheint nicht überall sauber zu funktionieren. Manche Kritiker sehen darin eine interessante Aktualisierung, andere empfinden den Film als unsicher. Er wolle He-Man einerseits entstauben, andererseits aber möglichst viele Nostalgie-Erwartungen erfüllen.
Der Guardian sieht den Film deshalb als Beispiel für ein Franchise, das nach Relevanz sucht, aber nicht klar genug sagen kann, warum diese Welt heute wieder gebraucht wird. Das ist ein harter Vorwurf, besonders bei einem Film, der offenbar als möglicher Neustart einer größeren Reihe gedacht ist.
Einordnung
Masters of the Universe scheint kein Film für alle zu sein, sondern ein klarer Test für die Kraft alter Marken.
Hollywood setzt seit Jahren auf bekannte IPs, aber nicht jede Nostalgie-Marke funktioniert automatisch im modernen Kino. He-Man ist zwar ikonisch, aber seine Popkultur-Präsenz ist nicht so breit wie bei Marvel, Star Wars oder Transformers. Genau deshalb ist dieser Film spannend: Er muss nicht nur alte Fans abholen, sondern auch neue Zuschauer davon überzeugen, dass Eternia mehr ist als ein Retro-Witz.
Die ersten Kritiken deuten an, dass das teilweise gelingt. Der Film ist offenbar bunter, lustiger und energiegeladener, als viele erwartet hatten. Gleichzeitig scheint er aber nicht stark genug zu sein, um Skeptiker komplett umzustimmen. Das dürfte auch für das Box Office entscheidend werden.

Publikum und Kritiker bewerten den Film Unterschiedlich
Nach dem Kinostart zeigte sich, dass Masters of the Universe beim Publikum teilweise besser ankommt als bei professionellen Kritikern. Viele Zuschauer loben die farbenfrohe Fantasy-Welt, den Humor und die zahlreichen Anspielungen auf Figuren, Orte und Gegenstände aus der Geschichte der Marke. Besonders Fans, die mit den Zeichentrickserien oder Spielzeugfiguren aufgewachsen sind, scheinen den bewusst übertriebenen Stil eher zu akzeptieren.
Die kritischeren Stimmen bemängeln dagegen weiterhin die lange Laufzeit, die vorhersehbare Handlung und den wechselnden Ton. Der Film versucht gleichzeitig, eine Ursprungsgeschichte für neue Zuschauer, eine nostalgische Wiederbegegnung für ältere Fans und den Auftakt zu einem größeren Franchise zu liefern. Dadurch erhalten nicht alle Figuren genügend Zeit, während einige Erklärungen und Anspielungen vor allem für bestehende Fans verständlich bleiben.
Diese unterschiedliche Wahrnehmung erklärt, warum die ersten Bewertungen kein einheitliches Bild ergeben. Wer ein ernstes und komplexes Fantasy-Epos erwartet, könnte von der leichten und teilweise campigen Ausrichtung enttäuscht sein. Zuschauer, die den Film als farbenreiches Sommerabenteuer mit bewusst cartoonhaften Figuren betrachten, dürften eher Spaß daran haben.
Das schwache Kinoergebnis wird zum größten Problem
Während die Kritiken gemischt ausfielen, entwickelte sich das finanzielle Ergebnis zu einer größeren Herausforderung. In Nordamerika startete Masters of the Universe mit ungefähr 29,4 Millionen US-Dollar und erreichte dort insgesamt rund 64,8 Millionen US-Dollar. Gemessen an einem gemeldeten Produktionsbudget von etwa 170 Millionen US-Dollar blieb das deutlich unter den Erwartungen an einen neuen großen Fantasy-Blockbuster.
Das weltweite Ergebnis reicht nach den bisher veröffentlichten Zahlen ebenfalls nicht aus, um die hohen Produktions- und Marketingkosten allein über das Kino zuverlässig auszugleichen. Gerade bei einem Film, der als Beginn einer neuen Reihe gedacht war, erhöht ein solcher Start den Druck auf Amazon MGM Studios und Mattel.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Projekt für die Unternehmen vollständig gescheitert ist. Masters of the Universe ist gleichzeitig eine Spielzeug-, Streaming- und Lizenzmarke. Einnahmen aus Prime Video, digitalen Verkäufen, Merchandising und neuen Figuren können für die langfristige Bewertung ebenfalls eine Rolle spielen. Dennoch zeigt das Kinoergebnis, dass He-Man außerhalb der bestehenden Fangemeinde offenbar noch kein ausreichend großes Publikum erreicht hat.
Eine Fortsetzung bleibt trotz des Ergebnisses möglich
Der Film legt an mehreren Stellen die Grundlage für weitere Geschichten aus Eternia. Besonders die zusätzlichen Szenen und die Einführung weiterer bekannter Figuren zeigen, dass die Verantwortlichen ursprünglich mit einem größeren Universum geplant haben. Die Geschichte könnte in möglichen Fortsetzungen um neue Helden, Fraktionen und Regionen erweitert werden.
Berichte nach dem Kinostart deuten darauf hin, dass eine Fortsetzung trotz der schwachen Einnahmen weiterhin diskutiert wird. Amazon MGM kann das Projekt anders bewerten als ein klassisches Filmstudio, weil der Film später auch als exklusiver oder besonders sichtbarer Inhalt für Prime Video genutzt werden kann. Zudem besitzt Mattel ein Interesse daran, die Marke über Spielzeug, Serien und weitere Produkte langfristig neu aufzubauen.
Eine Fortsetzung dürfte dennoch nicht unverändert fortgeführt werden. Denkbar wären ein niedrigeres Budget, ein stärkerer Fokus auf die beliebtesten Figuren oder eine engere Verbindung zu Streaming und Merchandising. Auch die Kritik an Laufzeit und überladener Handlung könnte Einfluss darauf haben, wie ein möglicher zweiter Film entwickelt wird. Eine offizielle Bestätigung mit Starttermin und Produktionsbeginn liegt bislang nicht vor.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie fallen die Kritiken zu Masters of the Universe aus?
Die Kritiken sind gemischt. Gelobt werden vor allem der Humor, die farbenreiche Fantasy-Welt, die Action und die Nähe zur He-Man-Vorlage. Kritik gibt es an der langen Laufzeit, der überladenen Handlung und dem wechselnden Ton zwischen Parodie, Nostalgie und ernstem Abenteuer.
Wie erfolgreich ist Masters of the Universe im Kino?
Der Film startete in Nordamerika mit rund 29,4 Millionen US-Dollar und erreichte dort insgesamt ungefähr 64,8 Millionen US-Dollar. Angesichts des gemeldeten Budgets von etwa 170 Millionen US-Dollar gilt das Kinoergebnis als enttäuschend.
Wie wird Jared Leto als Skeletor bewertet?
Mehrere Kritiker beschreiben Jared Letos Auftritt als überraschend unterhaltsam und bewusst übertrieben. Andere empfinden die Darstellung als zu laut. Die Reaktion hängt stark davon ab, ob Zuschauer die cartoonhafte und theatralische Seite von Skeletor mögen.
Ist eine Fortsetzung von Masters of the Universe geplant?
Der Film bereitet weitere Geschichten und Figuren vor, und eine Fortsetzung wird Berichten zufolge weiterhin diskutiert. Eine offizielle Ankündigung mit Produktionsstart oder Kinotermin gibt es bislang jedoch nicht.
Für wen lohnt sich der neue He-Man-Film?
Der Film dürfte besonders Fans der ursprünglichen Figuren, Serien und Spielzeuge ansprechen. Zuschauer ohne Verbindung zur Marke sollten ein leichtes, buntes und bewusst übertriebenes Fantasy-Abenteuer erwarten und kein düsteres Epos.
Quellen
- The Hollywood Reporter: Masters of the Universe Review Roundup
- Rotten Tomatoes: Masters of the Universe First Reviews
- Metacritic: Masters of the Universe Reviews
- Associated Press: Masters of the Universe Review
- The Guardian: Masters of the Universe Review
- Kotaku: Masters of the Universe Reviews
- New York Post: Masters of the Universe Review







