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Mac Pro sollte deutlich leistungsfähiger als der Mac Studio werden

Apple plante für den Mac Pro M2- und M3-Extreme-Chips mit doppelt so vielen Kernen wie die Ultra-Modelle sowie einen letzten Intel-Rechner.

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Mac Pro sollte deutlich leistungsfähiger als der Mac Studio werden

Auf einen Blick

  • Apple plante für den Mac Pro M2- und M3-Extreme-Chips mit doppelt so vielen Kernen wie die Ultra-Modelle sowie einen letzten Intel-Rechner.

Der inzwischen eingestellte Mac Pro hätte nach früheren Plänen von Apple eine wesentlich stärkere Position innerhalb der Mac-Familie einnehmen können. Berichten zufolge entwickelte das Unternehmen spezielle „Extreme“-Chips, die doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne wie die jeweiligen Ultra-Prozessoren bieten sollten. Neben einem besonders leistungsfähigen Apple-Silicon-Modell soll zeitweise sogar ein weiterer Mac Pro mit Intel-Prozessor geplant gewesen sein. Hohe Produktionskosten und Zweifel an der Nachfrage sollen jedoch dazu geführt haben, dass keines dieser Geräte erschien.

Mac Pro sollte oberhalb des Mac Studio positioniert bleiben

Mit dem Wechsel zu Apple Silicon entstand für Apple ein grundsätzliches Problem bei der Abgrenzung seiner professionellen Desktop-Computer. Der kompaktere und günstigere Mac Studio bot bereits eine Leistung, die für viele professionelle Nutzer vollkommen ausreichte. Dadurch wurde es zunehmend schwieriger, den deutlich größeren und teureren Mac Pro sinnvoll im Sortiment zu positionieren.

Ursprünglich soll Apple jedoch eine klare Aufteilung vorgesehen haben. Der Mac Studio sollte mit den leistungsfähigen Ultra-Prozessoren ausgestattet werden, während der Mac Pro noch stärkere Chips erhalten sollte. Diese Prozessoren wurden intern offenbar als „Extreme“-Varianten entwickelt, auch wenn Apple die Bezeichnung nie offiziell bestätigte.

Geplant waren Berichten zufolge sowohl ein M2 Extreme als auch ein M3 Extreme. Die Prozessoren sollten jeweils doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne wie der entsprechende Ultra-Chip besitzen. Ein solcher Mac Pro hätte den Mac Studio bei stark parallelisierten Aufgaben, 3D-Berechnungen, Videoproduktion und wissenschaftlichen Anwendungen deutlich übertreffen können.

Mac Pro sollte deutlich leistungsfähiger als der Mac Studio werden

M2 Extreme und M3 Extreme wurden tatsächlich entwickelt

Hinweise auf einen M2 Extreme gab es bereits im Jahr 2022. Damals war von einer möglichen Konfiguration mit bis zu 48 CPU-Kernen und 152 GPU-Kernen die Rede. Der neue Bericht legt nahe, dass Apple nicht nur an diesem Chip arbeitete, sondern anschließend auch eine entsprechende Variante auf Basis der M3-Generation entwickelte.

Beide Projekte sollen letztlich an wirtschaftlichen Bedenken gescheitert sein. Ein Prozessor dieser Größe wäre kompliziert und teuer in der Herstellung gewesen. Gleichzeitig hätte Apple einen hohen Verkaufspreis verlangen müssen, um die Entwicklung und Produktion zu rechtfertigen.

Offenbar zweifelte das Unternehmen daran, dass genügend Kunden einen derart teuren Desktop-Computer kaufen würden. Professionelle Anwender mit besonders hohen Leistungsanforderungen stellen einen vergleichsweise kleinen Markt dar. Viele Nutzer konnten ihre Aufgaben zudem bereits mit dem günstigeren Mac Studio erledigen.

  • M2 Extreme: Sollte doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne wie der M2 Ultra bieten.
  • M3 Extreme: Wurde dem Bericht zufolge ebenfalls entwickelt, aber nie veröffentlicht.
  • Hohe Kosten: Produktion und Verkaufspreis galten offenbar als problematisch.
  • Begrenzte Nachfrage: Apple zweifelte angeblich an einem ausreichend großen Kundenkreis.

Apple plante noch einen Mac Pro mit Intel-Prozessor

Überraschend ist, dass Apple trotz des bereits laufenden Wechsels zu eigenen Prozessoren noch an einem weiteren Intel-Modell gearbeitet haben soll. Das intern als J170 bezeichnete Gerät war offenbar für spezielle professionelle Anwendungen vorgesehen, die sich mit Apple Silicon nur eingeschränkt umsetzen ließen.

Ein möglicher Grund war die Unterstützung klassischer PCI-Express-Grafikkarten. Macs mit Apple Silicon können zwar Erweiterungskarten für Speicher, Netzwerk- oder Videotechnik verwenden, unterstützen jedoch keine herkömmlichen Grafikkarten von AMD oder NVIDIA als zusätzliche GPU.

Ein Intel-basierter Mac Pro hätte deshalb für Studios, Forschungseinrichtungen oder andere Unternehmen interessant sein können, deren Arbeitsabläufe auf speziellen PCI-Express-Komponenten beruhten. Genauere Angaben zur geplanten Ausstattung des J170 liegen allerdings nicht vor.

Mac Pro sollte deutlich leistungsfähiger als der Mac Studio werden

Auch ein M3 Ultra Mac Pro wurde gestrichen

Neben dem Intel-Modell soll Apple einen weiteren Mac Pro unter dem Codenamen J190 entwickelt haben. Dieses Gerät setzte auf Apple Silicon und war mit einem M3 Ultra geplant. Es sollte offenbar gemeinsam mit dem entsprechenden Mac Studio im Jahr 2025 erscheinen.

Der J190 hätte zwar keinen Extreme-Prozessor erhalten, sollte aber die Erweiterbarkeit des Mac-Pro-Gehäuses mit der Leistung des M3 Ultra verbinden. Dennoch wäre der Abstand zum Mac Studio vermutlich gering geblieben. Da beide Geräte denselben Prozessor verwendet hätten, hätte der Mac Pro seinen deutlich höheren Preis hauptsächlich durch PCI-Express-Steckplätze und das größere Gehäuse rechtfertigen müssen.

Genau diese Situation zeigte sich bereits bei der letzten veröffentlichten Generation. Der Mac Pro bot zwar interne Erweiterungsmöglichkeiten, konnte bei der reinen Rechen- und Grafikleistung aber keinen entscheidenden Vorteil gegenüber dem wesentlich günstigeren Mac Studio erzielen.

Der Mac Studio machte den Mac Pro zunehmend überflüssig

Der Erfolg des Mac Studio dürfte letztlich eine wichtige Rolle beim Ende des Mac Pro gespielt haben. Das kompakte System lieferte hohe Leistung, benötigte wenig Platz und war erheblich günstiger. Für die meisten kreativen und professionellen Anwender war es daher die sinnvollere Wahl.

Im März 2026 nahm Apple den Mac Pro schließlich aus dem Sortiment. Auf der aktuellen Mac-Übersichtsseite wird der Rechner nicht mehr aufgeführt. Der Mac Studio übernimmt damit vollständig die Rolle des leistungsstärksten Desktop-Macs für professionelle Nutzer.

Berichten zufolge soll Apple diese Produktlinie weiter ausbauen. Ein Mac Studio mit M5 Ultra könnte noch vor Ende 2026 erscheinen. Für 2028 wird außerdem bereits eine Variante mit M7 Ultra erwartet. Offiziell bestätigt sind diese zukünftigen Modelle bislang jedoch nicht.

Fazit

Der Mac Pro hätte mit einem M2 Extreme oder M3 Extreme zu einem echten Hochleistungsrechner werden können und den Mac Studio deutlich übertroffen. Die hohen Kosten, die schwierige Fertigung und der vermutlich kleine Kundenkreis machten das Projekt jedoch wirtschaftlich riskant. Auch die geplanten Modelle J170 und J190 schafften es nicht auf den Markt. Am Ende erwies sich der günstigere Mac Studio als so leistungsfähig, dass für den Mac Pro kaum noch eine überzeugende Rolle übrig blieb.

Mac Pro sollte deutlich leistungsfähiger als der Mac Studio werden

Häufige Fragen

Was war der geplante M2 Extreme?

Der M2 Extreme sollte doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne wie der M2 Ultra besitzen. Frühere Berichte nannten bis zu 48 CPU- und 152 GPU-Kerne.

Warum veröffentlichte Apple die Extreme-Chips nicht?

Als Gründe werden hohe Herstellungs- und Entwicklungskosten sowie Zweifel an einer ausreichend großen Nachfrage genannt.

Warum plante Apple noch einen Intel Mac Pro?

Das Modell sollte vermutlich spezielle professionelle Einsatzbereiche bedienen und die Nutzung von PCI-Express-Komponenten ermöglichen, die von Apple Silicon nicht vollständig unterstützt werden.

Wird es einen neuen Mac Pro geben?

Apple hat die Produktlinie im März 2026 eingestellt. Derzeit gibt es keine bestätigten Pläne für eine Rückkehr des Mac Pro.

Hervorgehobenes Snippet

Apple entwickelte Berichten zufolge M2-Extreme- und M3-Extreme-Chips für den Mac Pro. Sie sollten doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne wie die jeweiligen Ultra-Prozessoren bieten, wurden wegen hoher Kosten und unsicherer Nachfrage jedoch gestrichen.

Quellen


Redaktionsmeinung

Ein Mac Pro mit Extreme-Prozessor hätte die notwendige Leistung bieten können, um sich klar vom Mac Studio abzuheben. Gleichzeitig wäre ein solches Gerät wahrscheinlich so teuer geworden, dass nur ein sehr kleiner Teil der professionellen Nutzer als Käufer infrage gekommen wäre.

Problematisch war letztlich nicht der Mac Pro selbst, sondern seine Position im Sortiment. Sobald der Mac Studio denselben Ultra-Prozessor zu einem deutlich niedrigeren Preis bot, reichten ein größeres Gehäuse und zusätzliche Steckplätze als Verkaufsargumente kaum noch aus.

Für Nutzer mit besonderen Erweiterungsanforderungen bleibt das Ende des Mac Pro dennoch ein Verlust. Für alle anderen ist der Mac Studio die praktischere und wirtschaftlich sinnvollere Lösung.

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