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Huawei Pura 100: Kamera-Leak deutet großes Upgrade an

Huawei testet laut Leak Multi-Camera-Fusion für die Pura 100-Serie. Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Tele sollen bessere Fotos liefern.

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Huawei Pura 100: Kamera-Leak deutet großes Upgrade an

Auf einen Blick

  • Huawei testet laut Leak Multi-Camera-Fusion für die Pura 100-Serie.
  • Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Tele sollen bessere Fotos liefern.

Huawei arbeitet offenbar an einem großen Kamera-Upgrade für die kommende Pura 100-Serie. Ein neuer Leak deutet darauf hin, dass das nächste Kamera-Flaggschiff des Unternehmens eine sogenannte Multi-Camera-Fusion-Technologie testen könnte. Dabei sollen Daten der Hauptkamera, Ultraweitwinkelkamera und Telekamera zusammengeführt werden, um ein einzelnes Bild mit besserer Qualität zu erzeugen. Laut Notebookcheck ist die Umsetzung zwar noch nicht vollständig klar, doch der Hinweis passt zu Huaweis langfristigem Fokus auf mobile Fotografie und zu früheren Gerüchten über multispektrale Sensoren in der Pura-Reihe.

Was ist passiert?

Ein neuer Leak bringt die Huawei Pura 100-Serie mit einer fortschrittlichen Multi-Kamera-Fusion in Verbindung.

Die Informationen stammen von dem bekannten Weibo-Leaker Digital Chat Station, der laut Huawei Central von einem großen chinesischen Smartphone-Hersteller spricht, der derzeit eine neue Multi-Camera-Fusion-Technologie im Labor testet. Der Hersteller wird in dem Leak nicht direkt genannt, doch die verwendeten Hinweise und Emojis werden von mehreren Beobachtern mit Huawei in Verbindung gebracht. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass es um die kommende Huawei Pura 100-Serie gehen könnte.

Der Kern der neuen Technik soll darin bestehen, mehrere Kameras nicht mehr nur einzeln zu nutzen, sondern deren Daten stärker zusammenzuführen. Smartphones verwenden zwar schon heute mehrere Linsen für unterschiedliche Brennweiten, doch meist arbeitet jede Kamera in ihrem eigenen Bereich. Eine Hauptkamera nimmt Standardfotos auf, eine Ultraweitwinkelkamera liefert breite Perspektiven, und ein Teleobjektiv ist für Zoom zuständig. Bei Multi-Camera-Fusion könnten diese getrennten Informationen stärker kombiniert werden, um Bilddetails, Farben, Dynamikumfang und Schärfe zu verbessern.

Für Huawei wäre das ein naheliegender Schritt. Die Pura-Reihe gilt seit Jahren als Huaweis wichtigste Smartphone-Serie für Fotografie. Schon frühere Modelle setzten auf ungewöhnliche Sensoren, variable Blenden, starke Telekameras und eigene Bildverarbeitung. Mit der Pura 100-Serie könnte Huawei nun versuchen, mehrere Kameraquellen gleichzeitig intelligenter zu nutzen und damit eine neue Stufe der Smartphone-Fotografie zu erreichen.

Wichtig ist allerdings: Es handelt sich aktuell um einen Leak. Huawei hat die Pura 100-Serie noch nicht offiziell vorgestellt und die Multi-Camera-Fusion-Technologie nicht bestätigt. Deshalb sollte die Information vorsichtig eingeordnet werden. Trotzdem ist der Hinweis spannend, weil Huawei bereits mehrfach gezeigt hat, dass das Unternehmen bei Kameras bereit ist, ungewöhnliche Wege zu gehen.

Huawei Pura 100: Kamera-Leak deutet großes Upgrade an

Details

Die neue Kamera-Technologie soll Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Telekamera zusammenführen.

Nach aktuellem Stand soll die getestete Lösung Daten aus drei Linsen kombinieren: Hauptkamera, Ultraweitwinkelkamera und Teleobjektiv. Dadurch könnte das Smartphone nicht nur zwischen verschiedenen Brennweiten wechseln, sondern mehrere Perspektiven und Sensordaten gleichzeitig auswerten. Das Ziel wäre ein Bild, das mehr Informationen enthält als eine Aufnahme aus nur einem Sensor.

Eine solche Technik kann mehrere Vorteile bringen. Die Hauptkamera liefert üblicherweise die beste Lichtausbeute und Detailqualität. Die Ultraweitwinkelkamera kann zusätzliche räumliche Informationen und Randbereiche erfassen. Das Teleobjektiv kann Details aus weiter entfernten Motiven beisteuern. Werden diese Daten sauber kombiniert, könnte das Ergebnis bei Schärfe, Farbe, Tiefenwirkung und Dynamikumfang besser ausfallen.

  • Erwartete Serie: Huawei Pura 100
  • Status: Leak, noch nicht offiziell bestätigt
  • Quelle: Digital Chat Station auf Weibo
  • Technik: Multi-Camera-Fusion
  • Mögliche Kameras: Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Telekamera
  • Zusatz: multispektrale Sensoren für bessere Farberkennung
  • Ziel: bessere Bildqualität, realistischere Farben und stärkere Dynamik
  • Möglicher Zeitraum: 2027-Angebot laut Leak-Kontext

Der Leak erwähnt außerdem multispektrale Sensoren. Diese erfassen nicht nur normales sichtbares Licht auf klassische Weise, sondern können zusätzliche Spektralbereiche oder feinere Farbinformationen auswerten. In Smartphones werden solche Sensoren häufig genutzt, um Farben, Weißabgleich und Belichtung präziser zu bestimmen. Huawei hatte bereits bei früheren Modellen stark auf Farbwiedergabe und Spektralsensorik gesetzt.

Huawei Central verweist darauf, dass diese Technik theoretisch dynamischere Farbwiedergabe ermöglichen könnte. Gerade bei schwierigen Lichtverhältnissen, Mischlicht, Hauttönen, Sonnenuntergängen oder künstlicher Beleuchtung kann ein besseres Verständnis des Lichts entscheidend sein. Wenn die Pura 100-Serie mehrere Kameras und multispektrale Sensoren kombiniert, könnte Huawei die Farbabstimmung deutlich präziser machen.

Warum Multi-Camera-Fusion wichtig wäre

Smartphone-Kameras stoßen zunehmend an physische Grenzen, weshalb Software und Sensorfusion immer wichtiger werden.

Smartphones haben ein grundlegendes Problem: Sie sind dünn. Große Kamerasensoren, lange Brennweiten und komplexe Optik passen nur begrenzt in ein handliches Gehäuse. Hersteller lösen dieses Problem seit Jahren durch mehrere Kameras, Computational Photography und starke Bildverarbeitung. Multi-Camera-Fusion wäre ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Schon heute rechnen Smartphones viele Bilder zusammen. Nachtmodi kombinieren mehrere Belichtungen, HDR fügt helle und dunkle Bildbereiche zusammen, Porträtmodi nutzen Tiefeninformationen, und Zoomsysteme mischen digitale sowie optische Daten. Eine echte Fusion mehrerer Kameras könnte diesen Ansatz noch weiter treiben. Statt nur einen Sensor zu verbessern, könnte das System alle verfügbaren Kameradaten zusammenführen.

Das ist besonders beim Zoomen interessant. Viele Smartphones kämpfen beim Übergang zwischen Hauptkamera, Telekamera und Ultraweitwinkel mit Qualitätssprüngen. Farben, Schärfe und Belichtung können sich sichtbar ändern, wenn das Gerät von einer Linse zur anderen wechselt. Eine bessere Fusion könnte diese Übergänge weicher machen und eine konsistentere Bildqualität über mehrere Brennweiten hinweg liefern.

Auch bei bewegten Motiven könnte die Technik helfen. Wenn mehrere Kameras gleichzeitig Informationen sammeln, kann das System Bewegungen, Tiefenebenen und Motivkonturen besser erkennen. Das könnte Porträts, Actionfotos, Videoaufnahmen und Nachtaufnahmen verbessern. Entscheidend ist aber, wie schnell und sauber Huaweis Bildprozessor diese Daten verarbeitet.

Huawei Pura 100: Kamera-Leak deutet großes Upgrade an

Vergleich mit Honor und früheren Technologien

Ähnliche Multi-Kamera-Ansätze wurden bereits bei Honor-Smartphones gesehen, könnten bei Huawei aber eine neue Bedeutung bekommen.

Notebookcheck weist darauf hin, dass ähnliche Technologie in Honor-Geräten bereits genutzt wurde. Honor und Huawei sind zwar heute getrennte Unternehmen, doch beide Marken teilen eine lange technische Geschichte. Viele frühere Honor-Entwicklungen entstanden ursprünglich im Huawei-Umfeld oder bauten auf ähnlichen Forschungsrichtungen auf. Deshalb ist es nicht überraschend, dass Konzepte wie Multi-Camera-Fusion in beiden Ökosystemen auftauchen.

Der Unterschied liegt in der Positionierung. Honor nutzt starke Kameras in seinen Magic-Flaggschiffen, Huawei hat mit der Pura-Serie jedoch eine besonders klare Fotografie-Identität. Wenn Huawei Multi-Camera-Fusion in der Pura 100-Serie einsetzt, dürfte das Unternehmen die Technik nicht nur als Zusatzfunktion behandeln, sondern als zentrales Verkaufsargument für die gesamte Kameraarchitektur.

Hinzu kommt Huaweis Erfahrung mit eigener Bildverarbeitung. Nach den US-Sanktionen musste Huawei viele Technologien stärker selbst entwickeln oder alternative Lösungen aufbauen. Gerade im Bereich Kamera, Farbmanagement und Bildsignalverarbeitung hat das Unternehmen daher ein starkes Interesse, eigene Differenzierung zu schaffen. Eine Multi-Kamera-Fusion könnte genau dafür genutzt werden.

Die Pura-Serie hat in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Mal ging es um variable Blenden, mal um starke Zoomfähigkeiten, mal um besondere Farbsensorik. Die Pura 100-Serie könnte diese Strategie fortsetzen und mehrere dieser Ideen stärker zusammenführen.

Multispektrale Sensoren könnten Farben verbessern

Die Verbindung aus Multi-Kamera-Fusion und multispektraler Sensorik könnte vor allem die Farbwiedergabe stärken.

Farben sind eines der schwierigsten Themen in der Smartphone-Fotografie. Ein Bild soll nicht nur technisch korrekt sein, sondern auch natürlich, lebendig und angenehm wirken. Unterschiedliche Lichtquellen erschweren diese Aufgabe. Sonnenlicht, LED-Lampen, Neonlicht, Schatten, Hauttöne und reflektierende Oberflächen können ein Kamerasystem schnell durcheinanderbringen.

Multispektrale Sensoren helfen, Licht genauer zu analysieren. Sie können zusätzliche Informationen über die spektrale Zusammensetzung einer Szene liefern. Dadurch kann das Smartphone besser erkennen, welche Farben tatsächlich vorhanden sind und wie Weißabgleich, Belichtung und Farbabstimmung angepasst werden sollten.

Huawei Central berichtete bereits früher über mögliche multispektrale Verbesserungen für die Pura 90-Serie. Dort war von einem neuen multispektralen Kamerasystem und einer möglichen Weiterentwicklung der Farberkennung die Rede. Wenn Huawei diesen Weg mit der Pura 100-Serie weitergeht, könnte der neue Leak eine Fortsetzung dieser Strategie sein.

Für Nutzer wäre das im Alltag durchaus relevant. Viele Smartphone-Fotos wirken entweder zu kalt, zu warm, zu stark gesättigt oder bei schwierigen Lichtbedingungen unnatürlich. Eine bessere Farberkennung könnte besonders bei Porträts, Essen, Landschaften und Nachtaufnahmen helfen. Gerade Hauttöne sind ein Bereich, in dem viele Kamerasysteme noch immer schwanken.

Huawei Pura 100

Was das für die Huawei Pura 100-Serie bedeuten könnte

Die Pura 100-Serie könnte Huaweis nächster großer Kamera-Schritt werden, wenn der Leak zutrifft.

Die Pura-Serie ist für Huawei nicht irgendeine Modellreihe. Sie ist das Kamera-Aushängeschild des Unternehmens. Während die Mate-Serie oft stärker für Business, Performance und Gesamtpaket steht, ist Pura traditionell stärker auf Design und Fotografie ausgerichtet. Deshalb wäre es logisch, wenn Huawei neue Kamera-Experimente zuerst dort einsetzt.

Eine Multi-Camera-Fusion könnte die Pura 100-Serie besonders im Premiumsegment konkurrenzfähig machen. Apple, Samsung, Xiaomi, Vivo und Oppo investieren massiv in Kameraqualität. Vivo und Oppo arbeiten eng mit Zeiss beziehungsweise Hasselblad zusammen, Xiaomi kooperiert mit Leica, Apple setzt auf konsistente Videoqualität und Samsung auf hohe Auflösung sowie lange Zoomreichweite. Huawei braucht deshalb eigene starke Argumente.

Die Pura 100-Serie könnte mit einer solchen Technik vor allem dort punkten, wo klassische Spezifikationen weniger aussagekräftig sind. Megapixelzahlen, Sensorgrößen und Blendenwerte sind wichtig, aber die finale Bildqualität hängt stark von Verarbeitung, Sensorfusion und Farbwissenschaft ab. Genau hier könnte Huawei versuchen, sich abzuheben.

Gleichzeitig bleibt offen, wie die Technik konkret umgesetzt wird. Nutzt Huawei alle Kameras bei jeder Aufnahme? Wird Fusion nur bei bestimmten Szenen aktiv? Funktioniert sie nur beim Zoomen oder auch bei Standardfotos? Wird sie für Video genutzt? Solche Fragen sind derzeit nicht beantwortet.

Warum Huawei bei Kameras weiter Druck macht

Huawei braucht starke Kamera-Innovationen, um sich trotz eingeschränkter globaler Präsenz im Premiumsegment sichtbar zu halten.

Huawei war vor den US-Sanktionen einer der stärksten Smartphone-Hersteller weltweit. Die Einschränkungen bei Google-Diensten, Chips und internationaler Verfügbarkeit haben die globale Position stark verändert. Trotzdem blieb Huawei in China und in bestimmten Märkten technologisch relevant, vor allem durch Kameras, Design und eigene Software.

Die Kamera ist dabei ein besonders wichtiger Bereich. Selbst Nutzer, die wegen App- oder Google-Einschränkungen zögern, erkennen Huaweis Kameraqualität oft an. Genau deshalb muss Huawei hier weiter innovativ bleiben. Eine starke Pura 100-Kamera könnte nicht nur Verkäufe fördern, sondern auch das Markenimage als Fotografie-Pionier stärken.

Der Wettbewerb schläft allerdings nicht. Xiaomi, Vivo und Oppo haben in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Große Sensoren, starke Telekameras, Zeiss- und Leica-Partnerschaften, eigene Bildprozessoren und hochwertige Porträtmodi sind längst keine Ausnahme mehr. Huawei kann sich also nicht allein auf frühere Erfolge verlassen.

Multi-Camera-Fusion wäre daher nicht nur ein technisches Upgrade, sondern auch ein strategisches Signal: Huawei will die Smartphone-Fotografie nicht nur über einzelne Sensoren verbessern, sondern über ein komplexeres Zusammenspiel des gesamten Kamerasystems.

Huawei Pura 100

Aktueller Stand

Derzeit handelt es sich um einen frühen Leak, konkrete Spezifikationen der Pura 100-Serie fehlen noch.

Bislang gibt es keine offizielle Bestätigung von Huawei. Weder die Pura 100-Serie noch die angebliche Multi-Camera-Fusion wurden offiziell vorgestellt. Die Informationen stammen aus der Leaker-Szene und werden von Medien anhand früherer Huawei-Muster eingeordnet. Deshalb sollte man die Meldung als glaubwürdige, aber nicht bestätigte Richtung verstehen.

Auch der Name Pura 100 passt in Huaweis aktuelle Namenslogik, nachdem die Pura-Serie die frühere P-Serie abgelöst hat. Ob Huawei tatsächlich genau diese Bezeichnung nutzt und welche Modelle erscheinen, bleibt aber offen. Möglich wären Varianten wie Pura 100, Pura 100 Pro, Pura 100 Ultra oder Pro Max, je nachdem, wie Huawei die Serie strukturiert.

Der Leak spricht von einem 2027-Angebot. Das deutet darauf hin, dass die Technik nicht unmittelbar vor dem Marktstart steht, sondern noch in Entwicklung oder Testphase sein könnte. Gerade bei komplexer Kamerafusion braucht es viel Abstimmung zwischen Hardware, Sensoren, ISP, KI-Modellen und Software.

Bis zum offiziellen Launch können sich viele Details ändern. Hersteller testen oft mehrere Prototypen und entscheiden erst später, welche Funktionen es in das finale Produkt schaffen. Deshalb ist es möglich, dass Huawei die Technik nur in einem Topmodell einsetzt oder zunächst intern weiterentwickelt.

Auswirkungen

Wenn Huawei Multi-Camera-Fusion erfolgreich umsetzt, könnte das andere Hersteller zu ähnlichen Lösungen drängen.

Der Smartphone-Markt reagiert schnell auf sichtbare Kamerafortschritte. Wenn ein Hersteller eine neue Technik einführt, die im Alltag klar bessere Fotos liefert, ziehen andere oft nach. Das war bei Nachtmodi, Periskop-Zoom, großen Sensoren, variablen Blenden und Porträtmodi bereits zu sehen. Multi-Camera-Fusion könnte ein ähnlicher Trend werden, wenn der Nutzen deutlich genug ist.

Für Nutzer wäre das grundsätzlich positiv. Bessere Kamerafusion kann helfen, Smartphones vielseitiger zu machen. Fotos könnten über verschiedene Brennweiten hinweg konsistenter aussehen, Farben könnten natürlicher wirken, und schwierige Szenen könnten besser verarbeitet werden. Besonders Video könnte langfristig profitieren, wenn mehrere Kameras reibungslos zusammenarbeiten.

Für Hersteller ist die Umsetzung jedoch anspruchsvoll. Mehr Kameradaten bedeuten mehr Rechenaufwand, mehr Energieverbrauch und höhere Anforderungen an Software. Außerdem müssen die Kameras farblich und optisch sehr genau aufeinander abgestimmt sein. Wenn das nicht gelingt, kann Fusion zu Artefakten, falschen Farben oder unnatürlicher Schärfe führen.

Huawei hat hier Erfahrung, aber auch Druck. Sollte die Pura 100-Serie mit dieser Technik erscheinen, werden Vergleiche mit iPhone, Galaxy S Ultra, Xiaomi Ultra, Vivo X Ultra und Oppo Find Ultra unvermeidlich sein. Nur wenn die Ergebnisse sichtbar besser sind, wird die Technik mehr als ein Marketingbegriff.

Huawei Pura 100

Die Technik befindet sich offenbar noch in einer frühen Testphase

Die Multi-Camera-Fusion sollte derzeit noch nicht als bestätigte Ausstattung der Huawei Pura 100-Serie betrachtet werden. Der ursprüngliche Hinweis beschreibt eine Technologie, die ein großer chinesischer Smartphone-Hersteller aktuell im Labor testet. Huawei wird dabei nicht ausdrücklich genannt, sondern hauptsächlich anhand der Formulierung und der verwendeten Symbole vermutet.

Auch erfolgreiche interne Tests bedeuten nicht automatisch, dass die Funktion in einem Seriengerät erscheint. Hersteller vergleichen während der Entwicklung häufig unterschiedliche Sensoren, Objektive und Verarbeitungsmodelle. Einzelne Lösungen können auf ein späteres Modell verschoben, auf eine teurere Variante beschränkt oder vollständig verworfen werden.

Sollte Huawei die Technik übernehmen, dürfte sie deshalb zunächst dem leistungsstärksten Modell der Pura-100-Reihe vorbehalten bleiben. Eine gleichzeitige Verarbeitung mehrerer Kameras erfordert hohe Rechenleistung, ausreichend schnellen Speicher und eine genaue Kalibrierung sämtlicher Sensoren. Das würde besonders gut zu einem möglichen Pura 100 Ultra oder Pro Max passen.

Multi-Camera-Fusion könnte besonders beim Zoom helfen

Einer der größten möglichen Vorteile liegt bei den Übergängen zwischen unterschiedlichen Brennweiten. Aktuelle Smartphones wechseln beim Zoomen je nach Vergrößerung zwischen Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Teleobjektiv. Dabei können sich Farben, Kontrast, Belichtung und Detaildarstellung sichtbar verändern.

Durch die gemeinsame Verarbeitung mehrerer Sensoren könnte Huawei Bildinformationen aus benachbarten Brennweiten miteinander kombinieren. Die Hauptkamera könnte beispielsweise zusätzliche Licht- und Farbinformationen liefern, während die Telekamera feinere Details eines weiter entfernten Motivs beisteuert. Dadurch könnten Zwischenstufen natürlicher aussehen und weniger stark von digitaler Vergrößerung abhängen.

Auch Porträts und Nachtaufnahmen könnten profitieren. Mehrere Kameras liefern unterschiedliche Informationen über Motiv, Hintergrund und räumliche Tiefe. Das System könnte daraus präzisere Motivkanten, gleichmäßigere Hauttöne und einen größeren Dynamikumfang berechnen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Aufnahmen zeitlich exakt aufeinander abgestimmt werden.

Bewegungen und Energieverbrauch bleiben große Herausforderungen

Die gemeinsame Nutzung mehrerer Kameras kann neue Bildfehler verursachen. Bewegt sich das Motiv zwischen den einzelnen Aufnahmen, können Doppelkonturen, unnatürliche Texturen oder falsch zusammengesetzte Details entstehen. Dieses Problem wäre besonders bei Kindern, Tieren, Sportaufnahmen und schwachem Licht sichtbar.

Hinzu kommt der höhere Rechenaufwand. Mehrere gleichzeitig aktive Sensoren erzeugen große Datenmengen, die vom Bildsignalprozessor in kurzer Zeit analysiert werden müssen. Das kann den Energieverbrauch erhöhen, mehr Wärme erzeugen und die Verarbeitungszeit nach dem Auslösen verlängern.

Huawei müsste deshalb entscheiden, wann die Fusion tatsächlich einen sichtbaren Vorteil bietet. Wahrscheinlich wäre eine automatische Aktivierung in ausgewählten Situationen sinnvoller als die dauerhafte Nutzung bei jeder Aufnahme. Entscheidend wird letztlich nicht die Zahl der beteiligten Kameras sein, sondern ob das fertige Foto natürlich wirkt und frei von sichtbaren Berechnungsfehlern bleibt.

Häufige Fragen (FAQ)

Ist die Huawei Pura 100-Serie offiziell angekündigt?

Nein. Huawei hat die Pura 100-Serie bisher nicht offiziell vorgestellt. Name, Modelle, Kameraspezifikationen und Veröffentlichungstermin beruhen derzeit auf Leaks und frühen Berichten.

Was bedeutet Multi-Camera-Fusion?

Bei dieser Technik werden Bildinformationen mehrerer Kameras gemeinsam verarbeitet. Hauptkamera, Ultraweitwinkel und Telekamera könnten dadurch Details, Farben, Belichtung und Tiefeninformationen zu einem einzelnen Foto beitragen.

Nutzen Smartphones nicht bereits mehrere Kameras gleichzeitig?

Teilweise ja. Viele Geräte kombinieren bereits Daten mehrerer Sensoren für Zoom, Tiefenerkennung oder Belichtungsmessung. Der Leak deutet jedoch auf eine umfangreichere Fusion hin, bei der alle drei Hauptkameras stärker an der finalen Bildberechnung beteiligt wären.

Welche Vorteile könnte ein multispektraler Sensor bieten?

Ein multispektraler Sensor kann die Zusammensetzung des Umgebungslichts genauer analysieren. Dadurch lassen sich Weißabgleich, Hauttöne und Farben besonders bei Mischlicht oder schwieriger Beleuchtung präziser abstimmen.

Wann könnte die Huawei Pura 100-Serie erscheinen?

Aktuelle Gerüchte bringen die Modellreihe mit dem Jahr 2027 in Verbindung. Einen offiziellen Zeitraum oder konkreten Präsentationstermin hat Huawei bislang nicht genannt.

Quellen

Redaktionsmeinung

Multi-Camera-Fusion wäre für Huawei eine logischere Weiterentwicklung als eine bloße Erhöhung der Megapixelzahl. Besonders bei Zoomübergängen, Farben und schwierigen Lichtverhältnissen könnte die Technik sichtbare Vorteile bringen. Bis zur offiziellen Vorstellung bleibt jedoch offen, ob das System zuverlässig genug arbeitet oder lediglich eines von mehreren getesteten Kamerakonzepten bleibt.

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