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Samsung will mehr Panels aus China kaufen

Samsung plant offenbar mehr Display-Panels von BOE und TCL CSOT. Betroffen sein könnten Galaxy-A-Smartphones und Samsung-TVs.

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Samsung will mehr Panels aus China kaufen

Auf einen Blick

  • Samsung plant offenbar mehr Display-Panels von BOE und TCL CSOT.
  • Betroffen sein könnten Galaxy-A-Smartphones und Samsung-TVs.

Samsung will seine Lieferkette für Displays offenbar breiter aufstellen und künftig mehr Panels von chinesischen Herstellern beziehen. Laut einem Bericht ist Samsung-MX-Chef TM Roh nach China gereist, um sich mit führenden Vertretern von BOE und TCL CSOT zu treffen. Im Mittelpunkt stehen flexible OLED-Panels für günstigere und mittlere Galaxy-Smartphones sowie LCD-Panels für Fernseher. Für die kommende Galaxy-S27-Serie soll dieser Schritt aber offenbar nicht direkt relevant sein, da Samsung dort weiterhin auf hochwertigere LTPO-OLED-Panels setzen dürfte.

Was Ist Passiert?

Nach Informationen aus Südkorea hat TM Roh, Chef der Mobile-eXperience-Sparte von Samsung, BOE in Peking besucht. Dort soll er sich mit BOE-Chairman Chen Yanshun getroffen haben, um über die Lieferung flexibler OLED-Panels zu sprechen. Diese Panels könnten künftig verstärkt in preisgünstigen und mittelklassigen Galaxy-Smartphones eingesetzt werden, insbesondere in Modellen der Galaxy-A-Serie.

BOE gilt im Markt als Anbieter günstigerer OLED-Panels im Vergleich zu Samsung Display. Sollte Samsung eine entsprechende Vereinbarung treffen, könnte das Unternehmen seine Produktionskosten senken und gleichzeitig mehr Geräte mit moderneren Displaydesigns anbieten. Für Nutzer könnte das im besten Fall dünnere Displayränder und eine hochwertigere Optik in günstigeren Smartphones bedeuten.

Der Bericht deutet zugleich an, dass die Premium-Modelle nicht unmittelbar betroffen sein müssen. Wenn Samsung chinesische OLED-Panels vor allem für Budget- und Mittelklassegeräte nutzt, könnte die Galaxy-S27-Serie weiterhin mit LTPO-OLED-Panels von Samsung Display ausgestattet werden. Offiziell bestätigt ist diese konkrete Produktaufteilung jedoch nicht.

Samsung will mehr Panels aus China kaufen

Samsung prüft offenbar OLED-Panels von BOE

Für Samsung wäre ein stärkerer Einkauf bei BOE ein strategisch interessanter Schritt. Die Galaxy-A-Serie ist weltweit sehr wichtig für den Absatz des Unternehmens. Gerade in diesem Segment zählen Kosten, Verfügbarkeit und Designverbesserungen besonders stark. Wenn BOE flexible OLED-Panels zu günstigeren Konditionen liefern kann, könnte Samsung seine Mittelklassegeräte attraktiver gestalten, ohne die Preise deutlich erhöhen zu müssen.

Flexible OLED-Panels ermöglichen unter anderem schmalere Rahmen und modernere Bauformen. Bisher sind solche Displaylösungen häufiger in höherpreisigen Modellen zu finden, weil sie teurer sind als klassische starre Panels. Ein günstigerer Lieferant könnte Samsung helfen, diese Optik stärker in die Mittelklasse zu bringen.

Gleichzeitig ist die Entscheidung nicht ohne Risiko. Displays gehören zu den sichtbarsten und wichtigsten Komponenten eines Smartphones. Farbqualität, Helligkeit, Haltbarkeit und Energieeffizienz beeinflussen direkt den Alltagseindruck. Samsung müsste daher sicherstellen, dass BOE-Panels nicht nur günstiger, sondern auch qualitativ stabil genug für große Serienproduktionen sind.

  • BOE: soll flexible OLED-Panels für günstige und mittlere Galaxy-Smartphones liefern könnten.
  • TCL CSOT: steht offenbar bei LCD-Panels für Samsung-Fernseher im Fokus.
  • Galaxy A-Serie: könnte von dünneren Rändern und günstigeren OLED-Panels profitieren.
  • Galaxy S27: soll laut Einschätzung wohl weiter auf Samsung-Display-Panels setzen.

TCL CSOT soll bei TV-Panels wichtiger werden

Neben BOE steht laut Bericht auch TCL CSOT auf der Agenda. TM Roh soll demnach in Shenzhen Gespräche mit TCL-Führungskräften führen, darunter Chairman Li Dongsheng. Dabei soll es um die Lieferung von LCD-Panels für Samsung-Fernseher gehen. Samsung nutzt bei seinen TV-Geräten bereits unterschiedliche Displayquellen, je nach Modellreihe und Technologie.

Bei OLED-Fernsehern verwendet Samsung QD-OLED-Panels von Samsung Display und WRGB-OLED-Panels von LG Display. Für QLED-, Neo-QLED- und Micro-RGB-Fernseher greift das Unternehmen dagegen auf LCD-Panels von TCL CSOT zurück. Eine stärkere Zusammenarbeit könnte Samsung helfen, seine TV-Produktion kosteneffizienter zu gestalten und die Versorgung mit Panels zu sichern.

Der mögliche Ausbau chinesischer Display-Lieferungen passt in eine größere Branchenentwicklung. Hersteller versuchen, ihre Lieferketten widerstandsfähiger zu machen und gleichzeitig Kosten zu senken. Für Samsung ist das besonders wichtig, weil das Unternehmen in Smartphones und Fernsehern unter starkem Preisdruck steht. Mehr Lieferanten können die Verhandlungsposition verbessern und Abhängigkeiten verringern.

Samsung will mehr Panels aus China kaufen

Fazit

Samsung scheint seine Displaystrategie pragmatischer auszurichten. Wenn BOE und TCL CSOT künftig größere Rollen übernehmen, könnte Samsung bei Mittelklasse-Smartphones und Fernsehern Kosten sparen und gleichzeitig die Lieferkette stabilisieren. Für Premium-Smartphones wie die Galaxy-S27-Serie dürfte sich dadurch kurzfristig aber wohl wenig ändern. Entscheidend bleibt, ob die chinesischen Panels in Qualität, Menge und Preis dauerhaft überzeugen können.

Häufige Fragen

Warum will Samsung mehr Panels aus China kaufen?

Samsung will offenbar seine Lieferkette stärken und Kosten senken. Chinesische Anbieter wie BOE und TCL CSOT können bestimmte OLED- und LCD-Panels möglicherweise günstiger liefern.

Welche Samsung-Smartphones könnten BOE-Panels erhalten?

Laut Bericht geht es vor allem um Budget- und Mittelklassegeräte, etwa Modelle der Galaxy-A-Serie. Eine offizielle Modellliste gibt es bislang nicht.

Betrifft das auch die Galaxy-S27-Serie?

Nach aktueller Einschätzung eher nicht. Die Galaxy-S27-Serie dürfte weiterhin LTPO-OLED-Panels von Samsung Display nutzen, offiziell bestätigt ist das aber nicht.

Welche Rolle spielt TCL CSOT?

TCL CSOT soll für Samsung vor allem LCD-Panels für Fernseher liefern, darunter Modelle aus den QLED-, Neo-QLED- und Micro-RGB-Reihen.

Hervorgehobenes Snippet

Samsung plant offenbar, mehr Display-Panels von chinesischen Herstellern wie BOE und TCL CSOT zu kaufen. Betroffen sein könnten vor allem Galaxy-A-Smartphones und Samsung-Fernseher.

Kommentar der Redaktion

Für Samsung ist dieser Schritt wirtschaftlich nachvollziehbar. Die Mittelklasse ist hart umkämpft, und gerade dort können wenige Dollar Unterschied pro Komponente über Preis, Marge und Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Wenn BOE flexible OLED-Panels günstiger liefern kann, wäre das für Galaxy-A-Geräte ein klarer Vorteil.

Gleichzeitig muss Samsung vorsichtig sein. Das Display ist eines der Bauteile, an denen Nutzer Qualität sofort wahrnehmen. Ein günstigeres Panel bringt wenig, wenn Helligkeit, Blickwinkel, Haltbarkeit oder Farbdarstellung sichtbar schwächer ausfallen. Samsung kann sich gerade bei seiner Markenwahrnehmung keine großen Qualitätsschwankungen leisten.

Interessant ist außerdem die mögliche Trennung zwischen Mittelklasse und Premiumsegment. Während günstigere Galaxy-Modelle stärker von chinesischen Zulieferern profitieren könnten, bleiben Topmodelle wie die Galaxy-S-Serie vermutlich näher an Samsung Display. Das wäre eine klare Zwei-Schienen-Strategie: Kostenoptimierung unten, maximale Kontrolle oben.

Quellen


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