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Flipper One: Neues Linux-Cyberdeck setzt auf Open-Source und Community-Hilfe

Flipper Devices hat den Flipper One als neues offenes ARM-Linux-Cyberdeck vorgestellt. Das Gerät soll nicht den Flipper Zero ersetzen, sondern Netzwerkfunktionen, Linux, M.2-Erweiterung und Community-Entwicklung verbinden. Viele finale Details bleiben noch offen.

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Flipper One: Neues Linux-Cyberdeck sucht Community-Hilfe

Auf einen Blick

  • Flipper Devices hat den Flipper One als neues offenes ARM-Linux-Cyberdeck vorgestellt.
  • Das Gerät soll nicht den Flipper Zero ersetzen, sondern Netzwerkfunktionen, Linux, M.
  • 2-Erweiterung und Community-Entwicklung verbinden.
  • Viele finale Details bleiben noch offen.

Flipper Devices arbeitet am neuen Flipper One und ruft die Community zur Mithilfe auf. Das Gerät ist nicht als direkter Nachfolger des Flipper Zero gedacht, sondern als eigenständiger, offener ARM-Linux-Computer für Netzwerk-, Entwicklungs- und Cyberdeck-Anwendungen. Laut Hackaday will das Team damit ein deutlich größeres Projekt umsetzen als beim bisherigen Flipper Zero.

Was ist passiert?

Das Team hinter dem Flipper Zero bittet Entwickler und die offene Community um Unterstützung beim Flipper One.

Flipper One wurde als neues Gerät vorgestellt, das sich klar vom bekannten Flipper Zero unterscheidet. Während der Flipper Zero vor allem für Low-Level-Kommunikation, RFID, NFC, Sub-GHz-Anwendungen und ähnliche Szenarien bekannt ist, soll der Flipper One stärker in Richtung Linux-Cyberdeck, Netzwerk-Analyse und offene ARM-Computerplattform gehen.

Im Mittelpunkt steht laut offiziellem Flipper-Blog ein Gerät, das nicht nur fertig verkauft, sondern gemeinsam mit der Entwickler-Community weiter ausgearbeitet werden soll. Flipper Devices spricht offen davon, dass das Projekt groß ist und externe Hilfe benötigt.

Der Aufruf richtet sich an Entwickler, Hardware-Interessierte, Linux-Nutzer, Netzwerkexperten und Menschen, die an einem offenen mobilen Computer mitwirken möchten. Der Flipper One soll dabei nicht nur ein weiteres Gadget werden, sondern eine langfristig dokumentierte Plattform.

Details

Der Flipper One soll als kompakter ARM-Linux-Computer deutlich mehr leisten als der Flipper Zero.

Flipper Devices beschreibt das neue Gerät als Versuch, einen besonders offenen und gut dokumentierten ARM-Computer zu bauen. Die Grundidee erinnert an ein mobiles Cyberdeck: klein genug für den mobilen Einsatz, aber mit echten Schnittstellen, Linux-Flexibilität und Netzwerkfunktionen.

Nach Angaben von Tom’s Hardware setzt der Flipper One auf einen Rockchip RK3576, 8 GB RAM, eine integrierte NPU und einen zusätzlichen Mikrocontroller. Diese Kombination soll klassische Linux-Aufgaben mit Low-Level-Hardwarekontrolle verbinden.

Flipper One: Neues Linux-Cyberdeck sucht Community-Hilfe

  • Gerät: Flipper One
  • Hersteller: Flipper Devices
  • Konzept: offenes ARM-Linux-Cyberdeck
  • CPU-Plattform: Rockchip RK3576
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Netzwerk: 2x Gigabit Ethernet, USB Ethernet und Wi-Fi 6E
  • Erweiterung: M.2-Slot für zusätzliche Module

Besonders stark fällt der Fokus auf Netzwerkfunktionen aus. Der Flipper One soll laut offizieller Beschreibung 2x Gigabit Ethernet, USB Ethernet mit 5 Gbps und Wi-Fi 6E unterstützen. Über ein M.2-Modem soll außerdem 5G-Konnektivität möglich sein.

Damit kann das Gerät potenziell als Router, VPN-Gateway, Bridge zwischen kabelgebundenen und drahtlosen Netzwerken oder als mobiles Testsystem genutzt werden. Diese Ausrichtung macht deutlich, dass der Flipper One nicht einfach ein größerer Flipper Zero ist, sondern ein anderes Segment adressiert.

Warum der Flipper One kein Flipper Zero 2 ist

Der neue Ansatz verschiebt den Fokus von Funk- und Low-Level-Tools hin zu Netzwerk- und Linux-Anwendungen.

Ein wichtiger Punkt in der Kommunikation ist die klare Abgrenzung zum Flipper Zero. Der Flipper One soll den Zero nicht ersetzen und auch keine direkte Fortsetzung sein. Stattdessen geht es um eine neue Geräteklasse, die stärker mit IP-Netzwerken, Linux-Werkzeugen und modularer Erweiterbarkeit arbeitet.

Hackaday beschreibt den Flipper One als Gerät, das auf einem Co-Prozessor-Ansatz basiert. Dabei wird ein Mikrocontroller mit einer leistungsfähigeren CPU kombiniert. Diese Architektur soll Flexibilität schaffen, weil bestimmte Aufgaben hardwarenah und andere Aufgaben innerhalb einer vollständigen Linux-Umgebung laufen können.

Auch die Software soll entsprechend angepasst werden. Flipper Devices arbeitet an einem eigenen Flipper OS, das auf Debian basiert. Dazu soll eine Bedienoberfläche entstehen, die klassische Linux-Tools auf dem kleinen Gerät nutzbarer macht.

Flipper One: Neues Linux-Cyberdeck sucht Community-Hilfe

Offene Entwicklung als Kernidee

Der Flipper One soll stark von Dokumentation, offener Entwicklung und Community-Beiträgen leben. Genau deshalb bittet das Team um Hilfe. Es geht nicht nur um Feedback zum Design, sondern um konkrete Beiträge in Bereichen wie Treiber, Benutzeroberfläche, Power-Management und Systemintegration.

Diese offene Ausrichtung passt zur bisherigen Flipper-Community, erweitert den Anspruch aber deutlich. Während der Flipper Zero bereits viele Bastler, Sicherheitsforscher und Maker angezogen hat, ist der Flipper One technisch breiter und damit auch komplexer.

Aktueller Stand

Der Flipper One ist vorgestellt, aber noch nicht als fertiges Massenprodukt verfügbar.

Der aktuelle Stand zeigt ein Projekt, das bereits konkrete Hardwareziele besitzt, aber noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Flipper Devices spricht offen darüber, dass die Entwicklung weiterläuft und die Community helfen soll, das Gerät robuster und besser dokumentiert zu machen.

Nach aktuellem Stand stehen unter anderem Netzwerkfunktionen, M.2-Erweiterung, Linux-Unterstützung, Display-Ansteuerung und Energieverwaltung im Fokus. Tom’s Hardware nennt außerdem Arbeiten an USB DisplayPort Alt Mode, Treiberintegration und weiteren technischen Grundlagen.

Die Entwickler wollen den Flipper One offenbar nicht als schnelllebiges Gadget veröffentlichen, sondern als Plattform, die über längere Zeit gepflegt und erweitert werden kann. Genau dieser Anspruch erklärt, warum externe Entwickler früh eingebunden werden sollen.

Preis, endgültiger Veröffentlichungstermin und finale Verkaufsdetails wurden in den vorliegenden Informationen noch nicht vollständig genannt. Damit bleibt der Flipper One aktuell ein angekündigtes Entwicklungsprojekt mit klarer technischer Richtung, aber noch offenen Marktdaten.

Auswirkungen

Der Flipper One könnte eine neue Nische zwischen Linux-Handheld, Netzwerktool und Cyberdeck besetzen.

Für die Maker- und Sicherheitscommunity ist der Flipper One deshalb interessant, weil er mehrere Welten verbindet. Einerseits bringt er die offene Bastler-DNA des Flipper Zero mit, andererseits nähert er sich stärker einem vollwertigen mobilen Linux-Computer an.

Die Netzwerkfunktionen könnten besonders für Administratoren, Sicherheitsforscher und Entwickler spannend sein. Mit Gigabit Ethernet, Wi-Fi 6E, optionalem 5G und Linux-Umgebung könnte der Flipper One als tragbares Labor für Netzwerkdiagnose, Routing, VPN-Szenarien oder Prototyping dienen.

Gleichzeitig ist die Komplexität ein Risiko. Ein Gerät mit Linux, Mikrocontroller, mehreren Netzwerkinterfaces, M.2-Erweiterung und eigener Bedienoberfläche erfordert viel Softwarepflege. Genau deshalb ist der Community-Aufruf nicht nur Marketing, sondern ein wichtiger Bestandteil der Produktstrategie.

Für Flipper Devices könnte der Erfolg des Flipper One davon abhängen, ob das Team genug Entwickler und Tester findet, die das Projekt über den Hardwarestart hinaus tragen. Ohne starke Dokumentation und gepflegte Software könnte ein so ambitioniertes Gerät schnell schwer zugänglich wirken.

Flipper One: Neues Linux-Cyberdeck sucht Community-Hilfe

Viele technische Daten sind noch nicht final

Flipper Devices hat inzwischen ein ausführliches vorläufiges Datenblatt veröffentlicht. Demnach arbeitet im Flipper One ein Rockchip RK3576 mit vier Cortex-A72- und vier Cortex-A53-Kernen. Hinzu kommen eine Mali-G52-GPU, eine NPU mit bis zu 6 TOPS, 8 GB LPDDR5-Arbeitsspeicher und 64 GB interner UFS-Speicher. Eine microSD-Karte kann den verfügbaren Speicher zusätzlich erweitern.

Auf der Vorderseite sitzt ein monochromes LCD mit einer Auflösung von 256 × 144 Pixeln und 64 Graustufen. Das klingt im Vergleich zu modernen Smartphones schlicht, passt aber zum vorgesehenen Bedienkonzept. Das Display soll Terminalausgaben, Systeminformationen und speziell angepasste Anwendungen darstellen, ohne unnötig viel Energie zu verbrauchen.

Die veröffentlichten Spezifikationen sind allerdings noch nicht endgültig. Flipper Devices weist ausdrücklich darauf hin, dass sich einzelne Komponenten und Werte während der aktiven Entwicklung ändern können. Selbst die derzeit genannte Akkukapazität von ungefähr 7.000 mAh ist noch als vorläufig gekennzeichnet. Auch Gewicht, Lautsprecher und einige Schnittstellendetails müssen noch finalisiert werden.

Zwei Prozessoren Teilen sich Leistung und Energieverwaltung

Neben dem leistungsfähigen Rockchip-Prozessor besitzt der Flipper One einen Raspberry Pi RP2350B als separaten Mikrocontroller. Dieser kann bestimmte Aufgaben unabhängig vom Linux-Hauptsystem übernehmen. Dazu gehören hardwarenahe Steuerung, Eingaben, Energieverwaltung und Funktionen, für die der große Prozessor nicht dauerhaft aktiv bleiben muss.

Diese Aufteilung soll die Akkulaufzeit verbessern. Für einfache Hintergrundaufgaben kann der Mikrocontroller weiterarbeiten, während der RK3576 teilweise oder vollständig heruntergefahren wird. Wird mehr Rechenleistung benötigt, startet beziehungsweise aktiviert das System den Linux-Prozessor wieder. Genau dieses Zusammenspiel gehört derzeit zu den wichtigsten Entwicklungsaufgaben.

Der Mikrocontroller steuert außerdem das Display und kann über GPIO-Schnittstellen mit externer Hardware kommunizieren. Dadurch verbindet der Flipper One die Flexibilität eines vollständigen Linux-Computers mit der direkten Hardwarekontrolle eines Mikrocontroller-Boards. Für Entwickler entstehen damit mehr Möglichkeiten als bei einem gewöhnlichen Linux-Handheld.

Software und Treiber sind noch eine große Baustelle

Flipper OS soll auf Debian basieren, aber eine eigene Oberfläche für das kleine Display und die integrierten Bedienelemente erhalten. Mit FlipCTL entwickelt das Team ein System, über das Netzwerkfunktionen, Erweiterungsmodule, Energieeinstellungen und andere Gerätefunktionen ohne klassische Desktop-Oberfläche gesteuert werden können.

Parallel arbeitet Flipper Devices daran, die Unterstützung des Rockchip RK3576 in den offiziellen Linux-Kernel zu bringen. Noch fehlen für einzelne Bestandteile vollständige oder ausreichend stabile Mainline-Treiber. Zu den offenen Themen gehören unter anderem Energieverwaltung, Grafik, USB-C mit DisplayPort Alt Mode und verschiedene integrierte Controller des Prozessors.

Genau hier soll die Community helfen. Flipper Devices hat Dokumentation, Aufgabenlisten und technische Informationen öffentlich zugänglich gemacht. Beiträge sind unter anderem bei Treibern, Kernel-Entwicklung, Benutzeroberfläche, Dokumentation, Tests und Hardwareintegration möglich. Ein Preis oder Veröffentlichungstermin soll offenbar erst genannt werden, wenn die wichtigsten technischen Grundlagen stabil genug sind.

Häufige Fragen (FAQ)

Wann erscheint der Flipper One?

Flipper Devices hat noch keinen Veröffentlichungstermin genannt. Das Gerät befindet sich in aktiver Entwicklung, und mehrere Hardware- sowie Softwarebereiche sind noch nicht abgeschlossen.

Wie viel wird der Flipper One kosten?

Ein offizieller Preis wurde bislang nicht bekannt gegeben. Wegen der umfangreichen Hardware dürfte das Gerät jedoch in einer anderen Produktklasse als der Flipper Zero liegen.

Ersetzt der Flipper One den Flipper Zero?

Nein. Der Flipper One ist kein Flipper Zero 2. Er konzentriert sich auf Linux, Netzwerke, M.2-Erweiterungen und allgemeine Computeranwendungen, während der Flipper Zero stärker auf Funkprotokolle und hardwarenahe Werkzeuge ausgerichtet bleibt.

Welches Betriebssystem verwendet der Flipper One?

Das Gerät soll mit einem eigenen, auf Debian basierenden Flipper OS erscheinen. Für die Bedienung auf dem kleinen Display entwickelt das Team eine angepasste Oberfläche und das Steuerungssystem FlipCTL.

Wie kann man bei der Entwicklung helfen?

Interessierte Entwickler können sich über die öffentliche Flipper-One-Dokumentation beteiligen. Gesucht werden Beiträge zu Linux-Treibern, Kernel-Entwicklung, Energieverwaltung, Benutzeroberfläche, Dokumentation, Hardwaretests und weiteren Teilprojekten.

Quellen

Redaktionsmeinung

Der Flipper One wirkt weniger wie ein neues Hacker-Gadget und mehr wie ein ungewöhnlich offener Linux-Handheld für Entwickler und Netzwerkexperimente. Die Kombination aus RK3576, separatem Mikrocontroller und zahlreichen Schnittstellen bietet viel Potenzial, macht das Projekt aber auch entsprechend komplex. Vor einer Bewertung sollten Interessenten den finalen Preis, die Akkulaufzeit und den tatsächlichen Zustand der Linux-Treiber abwarten.

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